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Erschreckende Entwicklung

Einer neuen Studie zufolge hat sich die Armutsrate in Ägypten erneut erhöht: Sie stieg für Ende 2015 auf 27,8 %. Damit fällt also mehr als ein Viertel der Einwohner unter die Armutsgrenze mit einem Einkommen von derzeit weniger als 482 ägyptischen Pfund (49 Euro) im Monat. Das heißt diesen Menschen steht lediglich etwas mehr als 1,5 Euro pro Tag zur Verfügung. Über 56 Prozent der Armen in Ägypten kommen aus den ländlichen Gebieten Oberägyptens, also auch das Gebiet von Luxor, wo wir tätig sind. Dabei beeinflusst laut der Studie die Familiengröße die Armut enorm stark. Nur 6,6 Prozent der Familien mit bis zu vier Familienmitgliedern (also zwei Kinder) sind arm. Bei sechs oder mehr Familienmitgliedern liegt die Rate schon bei 44 Prozent, sie steigt sogar auf 75 Prozent bei Familien mit zehn und mehr Mitgliedern.

Ähnliche Tendenzen beobachten auch wir in unserer täglichen Arbeit vor Ort seit Jahren. Und wir empfehlen daher unermüdlich auch all unseren Familien eine strikte Familienplanung, die auch von Staat gefördert wird, beispielsweise durch kostenlose Vergabe von Verhütungsmitteln. Und wir sprechen ständig das Verantwortungsgefühl der Eltern an für ihre Kinder: Wer zwei nicht ernähren oder deren Schulbildung sicherstellen kann sollte ganz einfach keine fünf oder sechs Kinder bekommen und dann auf den Segen "von oben warten". Allein: Solange religiöse Führer sich gegen eine Familienplanung aussprechen oder Frauen vor allem in ländlichen Regionen nur etwas gelten wenn sie möglichst viele Kinder bekommen, solange wird sich kaum etwas ändern. Hier hilft auf Dauer nur eins: Bildung, Aufklärung und nochmals Bildung und nochmals Aufklärung. Und ein langer Atem in der Überzeugungsarbeit.

Einer der Gründe für eine Zunahme der Verarmung ist allerdings ganz sicher auch der fast völlige Wegfall des Tourismus seit einigen Jahren. Dadurch sind auch viele Familien in Not geraten die früher gut zurechtkamen. Allerdings war es auch ein Fehler der Regierungen sich zum Beispiel in Gegenden wie Luxor fast völlig auf den Tourismus zu verlassen und keine andersartigen Arbeitsplätze zu schaffen. (Quelle: Ahram online englisch)

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